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  Tatsachen und Argumente (Link)

50 Jahre Israel

Visionen für Israel

Landbesitz in Israel

Ist Israel ein expansionistischer, imperialistischer Staat ?

Eine Übersicht über Konflikte in der arabischen Welt

Jerusalem

   Israels historisch

  

Landbesitz in Israel

1. Jüdischer Landbesitz

in  Israel lässt sich in drei Hauptkategorien einteilen:

    a) Land, gekauft von früheren Eigentümern
    b) Verlassenes Land, das damit besitzerlos wurde
    c) Das sogenannte «Staatsland», welches die britischen Mandatsbehörden vom Ottomanischen Reich gekauft hatten, und das von der Regierung Israels nach der Staatsgründung 1948 übernommen wurde.
     

2. Vor der Staatsgründung wurde - meist zu hohen Preisen - buchstäblich jedes Stückchen Land für jüdische Siedlungen gekauft, von reichen Grossgrundbesitzern, türkischen Beamten und Ausländern. Die Eigentümer dieser oft unbearbeiteten Grundstücke waren meist ausser Landes wohnhaft. Um nur ein Beispiel zu nennen: Praktisch das gesamte Jesreel-Tal gehörte 1897 zwei reichen Leuten aus der Türkei und Syrien.

3. Die Landkäufe erfolgten durch Organisationen, welche eigens hierzu von der zionistischen Bewegung gegründet wurden. Die drei wichtigsten:

Auch andere Organisationen, wie die Alliance Israelite Universelle, sowie Mäzene wie Sir Moses Montefiore und Baron Edmond de Rothschild kauften Land für die jüdische Ansiedlung.


4. Drei Faktoren sind besonders zu beachten

5. Im Jahre 1898 bestanden 22 neue jüdische Ortschaften auf für Siedlungen gekauftem Land. Ausser im Jesreel-Tal hatte man auch Boden im Galil, in Judäa, Samaria, im Jordantal und in der Küstenzone gekauft. Bis 1914 hatte sich die Zahl der Siedlungen auf 47 erhöht. Von diesen rund 42'000 ha hatte sich der jüdische Landbesitz bis zur Staatsgründung auf über 160'000 Hektaren mit 277 Siedlungen erhöht.  Die Hälfte gehörte dem JNF, ein Viertel der PICA, der Rest öffentlichen und privaten Gesellschaften sowie einzelnen Eigentümern.


6. Nach offiziellen britischen Angaben lagen bei der Staatsgründung 1948 8,6% des Landes im Eigentum von Juden und 3,3% von Arabern. Weitere 16,9% waren von Arabern verlassen worden, die dem Ruf der Israel angreifenden Staaten gefolgt waren, bis zum arabischen Sieg «aus dem Weg zu gehen».

Der Grossteil des Landes, über 70%, stand in der Verwaltung der Mandatsmacht und gehörte nunmehr dem Staat Israel als legalem Nachfolger. Etwa die Hälfte dieses ehemals britischen Gebietes betraf den praktisch menschenleeren Negev. All diese Gebiete waren nie im Besitz von arabischen Bauern. Die Behauptung, wonach 95% des Landes Arabern gehört habe, kann sich auf keine faktischen Beweise stützen.


7. Durch den Waffenstillstand mit den Arabern im Jahre 1949 kamen über zwei Millionen Hektaren Land innerhalb der israelischen Linien  zu liegen, über die Hälfte davon unkultivierbare Wüste. Knapp 90% waren Staatsbesitz, hauptsächlich aus britischem Mandatsboden stammend. Kurz vor dem Befreiungskrieg besass der JNF 80'000 Hektaren, die PICA rund 45'000, einzelnen Juden gehörten rund 50'000 ha. Nicht geflohenen Arabern gehörten zu diesem Zeitpunkt 85'000 ha Land.


Der spätere Ministerpräsident David Ben Gurion verliest am 14. Mai 1948 die Unabhängigkeitserklärung Israels, die am folgenden Tag in Kraft tritt.8. Mit der Proklamierung des jüdischen Staates und dessen Sieg über die arabischen Angreifer ergab sich ein erheblicher Bevölkerungsaustausch: 600'000 Araber verliessen das Land, und eine ungefähr gleiche Anzahl von Juden kamen aus arabischen Ländern - vertrieben oder rechtzeitig fliehend - nach Israel. Ein Grossteil der verlassenen arabischen Böden wurde für diese jüdischen Flüchtfinge verfügbar gemacht.

1950 trat das «Absentee Property Law» in Kraft, mit dem verlassener arabischer Boden dem Staat oder dem Jüdischen Nationalfonds übertragen wurde. Dieser Boden kann nicht in Privateigentum übergehen.

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Ist Israel ein «expansionistischer, imperialistischer Staat»?

Im Propagandakrieg gegen Israel haben wir es hier mit zwei unterschiedlichen Begriffen zu tun, die Israel Absichten unterstellen, die es in Tat und Wahrheit nicht im geringsten hat. Was den Expansionismus betrifft, ist die heutige Grösse Israels im Vergleich zu den Grenzen der Teilungsresolution der UNO vom November 1947 nicht auf einen politischen Ausdehnungsdrang Israels zurückzuführen, sondern auf den damaligen Überfall der arabischen Staaten, die den UN-Beschluss ablehnten und in der Folge den Krieg (den sog. «Befreiungskrieg» Israels) verloren.

Auf Grund des Waffenstillstandsabkommens von Rhodos 1949 wurden die Frontlinien zu faktischen Grenzen. Der Sinaikrieg 1956 war eine Folge der ständigen Angriffe ägyptischer Fedajin und der Blockade der Strasse von Tiran. Gemeinsam mit England und Frankreich (Suezkrise) wurde Ägypten angegriffen und der gesamte Sinal von Israel besetzt. Im März 1957 sah sich Israel auf Druck der USA (und im Hintergrund der UdSSR) gezwungen, die Halbinsel zu räumen. Auch in diesem Fall kann von Expansionismus keine Rede sein.

Soldaten tanzen vor der Klagemauer (Neujahrskarte zum Sieg von 1967, jordanische Behörden hatten den Juden seit 1948 den Zutritt zur Klagemauer verwehrt)Im Mal 1967 zog Ägypten seine Armee an den Grenzen Israels zusammen, erreichte den Abzug der UNO Truppen und blockierte erneut die Strasse von Tiran. Die Lage spitzte sich durch Angriffsdrohungen arabischer Führer zu, und Israel hatte keine andere Wahl als die Mobilmachung und den Präventivschlag vom 5. Juni, der im Sechstagekrieg die Besetzung des Sinai, des Gazastreifens, Cisjordaniens (Westbank) und des Golan zur Folge hatte. Auch hier ist es klar, dass die Vorwürfe eines israelischen Expansionismus unhaltbar sind.

Am 6. Oktober 1973, Jom Kippur, führten Ägypten und Syrien einen Überraschungsangriff auf Israel aus und verbuchten anfänglich militärische Erfolge im Sinai und auf den Golanhöhen. Unter grossen Opfern gelang es der israelischen Armee, diese Gebiete zurückzuerobern und weit ins Innere Syriens und über den Suezkanal vorzustossen. Nach dem Waffenstillstand verblieb der Sinai unter israelischer Besetzung, die nach dem 1979 erfolgten Friedensschluss mit Sadat allmählich aufgehoben wurde.

Auch in diesem Fall alles andere als Expansionismus. lmperialismus bedeutet im allgemeinen Sprachgebrauch die Invasion und Besetzung eines Landes zum Zwecke der Ausbeutung. Nach Lenins Definition beruht der Imperialismus auf der «Teilung der Weit in Einflusssphären» zum Zwecke der Ausbeutung durch die kapitalistischen Länder. (Danach braucht es hierzu nicht einmal der militärischen Besetzung).

Somit ist klar festzuhalten, dass die - gerade aus linken Kreisen aufgestellte - Behauptung, Israel sei ein «imperialistischer» Staat, eine leere Propagandaformel ist. Israel hat kein Interesse an der wirtschaftlichen Ausbeutung eines Nachbarstaates, im Gegenteil: Wiederholt hat Israel zu ökonomischer Zusammenarbeit mit seinen Nachbarn aufgerufen.

Schlussfolgerungen:

Israel ist eine freie Demokratie, die freies Unternehmertum mit demokratischem Sozialismus zu verbinden weiss.

 (Quelle: BIPAC, London)

 
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Eine Übersicht über Konflikte in der arabischen Welt

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Libanon

Libyen

Kuwait

Nordjemen

Jordanien

Tunesien

Sudan

Südjemen

Syrien

Algerien

 

Oman

 

Marokko

 

Golfstaaten

                                                                                         
Die Mittel der arabischen Welt werden in einer endlosen Reihe interner Fehden und externer Abenteuer verschwendet. Syrien hat Streit mit dem Irak, während dieser mit Iran Krieg führt und von den Golfstaaten unterstützt werden muss. Ägypten war seit dem Friedensschluss mit Israel von der Arabischen Liga ausgeschlossen" und Libyen verfolgt in seiner Isolation einen unberechenbaren Kurs. Libanon ist durch den Bruderkrieg zwischen Christen und Moslems erschüttert und steht unter syrischem Einfluss. Symbolisch für die Uneinigkeit unter den Arabern ist der Zwist innerhalb der PLO. Ein Netz von Verstrickungen und Interessen entzweit die arabischen Länder, mit jeweils wechselnden Freunden und Feinden. Mit dem Resultat, dass für die Welt diese Staaten nicht mehr glaubwürdig sein können.

Syrien  

Flagge Syrien Format A3

ist an fast allen seinen Grenzen in Konflikte verwickelt. Neben seiner Konfrontation mit Israel auf den Golanhöhen hat sich Syrien in Libanon festgesetzt, ist Jordanien feindlich gesinnt und hat die Grenzen zum Irak geschlossen, da es im Golfkrieg Iran unterstützt. Syrien versucht auch, König Hussein von Jordanien auf panarabischen Kurs zu bringen und der PLO zu gestatten, von dort aus gegen Israel zu operieren.
Asads Leitprinzip von Gross-Syrien ist darauf ausgerichtet, von den innenpolitischen Problemen abzulenken. Der Zwist mit der oppositionellen moslemischen Bruderschaft gipfelte im Massaker in Hama im Februar 1980, als Asads Soldaten nahezu 30 000 Gegner niedermetzelten.

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Libanon

Flagge Libanon Format A3

Dieses unglückliche Land ist von jahrelangem Bruderkrieg heimgesucht, den auch die israelische Invasion zur Ausschaltung der PLO nicht zu beenden vermochte. Christen und Moslems sind bitter verfeindet. Syrien sucht seine Machtstellung zu festigen und jegliches Abkommen mit Israel zu hintertreiben. Libanon ist seit Jahren Schlachtfeld für innerarabische Konflikte.

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Jordanien

Flagge Jordanien Format A3

Die ernsthafteste Bedrohung Jordaniens kommt von Syrien, das König Hussein an der Teilnahme der Camp-David-Gespräche hinderte. Weitere Spannung resultiert aus der Unterstützung des Irak durch Jordanien. Syrien verdächtigt dieses, der irakfreundlichen Moslem-Bruderschaft in Syrien Hilfe zu leisten. Nach Auffassung des syrischen Herrschers Asad ist Jordanien Teil eines Gross-Syrien, zusammen mit Libanon, Israel und Teilen der Türkei. Ein lang andauernder Hass zwischen Hussein und Arafat hatte im «Schwarzen September» zur blutigen Vertreibung der PLO aus Jordanien geführt, das sich nicht als Ausgangspunkt des Terrors gegen Israel hergeben wollte.

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Irak

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Der Krieg zwischen dem Irak und Iran ist der in jüngster Zeit längste Kampf zwischen Nachbarn im Mittleren Osten. Das irakische Regime unterdrückt gewaltsam jegliche Opposition, die sich dem Krieg zu widersetzen versucht. Das irakische «Vanguard Movement» und die «Kurdische Demokratische Partei» werden von Syrien unterstützt, das zu Iran hält.

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Saudiarabien

Flagge Saudi-Arabien Format A3

Der Krieg Iran/Irak wirkte sich einschneidend auf die Stellung Saudiarabiens im Mittleren Osten aus. Es spielt heute eine verstärkte Rolle hinsichtlich des Verhältnisses Ägypten/Arabische Liga, als auch gegenüber Syrien und in der Diplomatie um den Golfkrieg. Die Saudis sind des öfteren dem islamischen Fanatismus ausgesetzt. So wird Mekka von verschiedensten Pilgern besucht, die dort schon in ihrem Hass gegen Israel und die USA Unruhen auslösten. Saudische Abwehrmassnahmen gegen arabisch-fundamentalische Extremisten trugen den Saudis den Vorwurf Khomeinys ein, dem Zionismus Vorschub zu leisten.

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Die Golfstaaten (Bahrein, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate)

Flagge Bahrain Format A3   Flagge Katar Format A3   Flagge Vereinigte Arabische Emirate Format A3

Die schärfste Bedrohung des Golfs geht von Iran aus, das über die proirakische Haltung der Golfstaaten verärgert ist und mit der Schliessung der Strasse von Horrriuz droht, was weltweite wirtschaftliche Komplikationen zur Folge haben könnte.

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Kuwait

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litt unter iranischen Luftangriffen auf Öleinrichtungen wegen seiner Unterstützung des Irak.

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Nordjemen (Jemenitische Arabische Republik)

Flagge Jemen Format A3

Politische Gruppen, Stammeskoalitionen und Gebirgsguerillas sind darauf aus, einen bewaffneten Konflikt mit der Regierung zu riskieren. Diese ihrerseits musste mit Gewalt gegen den linken Flügel der Nationaldemokratischen Front vorgehen, deren Anhänger (Marxisten, Baathisten und Nationalisten) dann in Südjemen Zuflucht fanden. Spannungen mit Saudiarabien entstanden, als Saudi-Anhänger aus der nordjemenitischen Regierung aus Furcht vor einer islamischen Bedrohung entlassen wurden.

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Südjemen (Volksdemokratische Republik Jemen)

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Dieses Land ist streng prosowjetisch ausgerichtet. Ein grosses sowjetisches Kontingent bereitete dem benachbarten

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Oman

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Sorge, das ein verstärktes Engagement amerikanischer und südafrikanischer Kräfte erhielt. Es mussten zahlreiche Grenzzusammenstösse registriert werden. Eine wirkungsvolle Opposition ist nicht vorhanden.

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Libyen

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Das zur harten Ablehnungsfront gegenüber Israel gehörende Libyen bedrängt Tschad und Algerien mit territorialen Ansprüchen. Seine feindliche Einstellung zu Ägypten ist notorisch. Gegner von Ghaddafis Herrschaft werden verfolgt oder gar hingerichtet. Innerhalb Libyens gibt es eine Opposition aus Baathisten und moslemischen Fundamentalisten.

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Tunesien

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begegnet seinem Nachbarn Libyen mit vorsichtigem Respekt. Von dort aus kamen 1980 die Kommando Überfälle auf tunesisches Gebiet. In der arabischen Welt ist Tunesien als konservativ einzustufen. Die moslemische Bruderschaft wird streng niedergehalten, und die grosse Zahl von PLO-Kämpfern, die 1982 aus Libanon abziehen mussten, wurden entwaffnet und in abgelegenen Lagern untergebracht.

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Algerien

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Grosse Spannungen belasten das Land seitens moslemischer Fundamentalisten und autonomistischer Berber, die eine weitere Arabisierung verhindern wollen. Der Grenzstreit mit Libyen dauert fort, und auch mit Marokko hat Algerien ähnliche Probleme.

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Marokko

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stand mit Algerien in einer lang andauernden, kriegerischen Auseinandersetzung um die Westsahara. Die Kriegskosten bescherten dem Land eine grosse Wirtschaftskrise, die zu Unruhen in den Städten führte.

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Sudan

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Zahlreiche Putschversuche gegen Präsident Numeiri in den letzten Jahren waren von Libyen inspiriert. Sudan reagierte mit der Unterstützung von antilibyschen Gruppen in Tschad.

(Quelle: BIPAC, London)



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Jerusalem


Die Geschichte Jerusalems reicht um mehr als 3000 Jahre zurück. Urkundlich wird Jerusalem erstmals um das Jahr 1000 vor Christus erwähnt, als König David die Hauptstadt seines Reiches in Jerusalem aufbaute.

Unter den osmanischen Türkei (1517 - 1917) war Jerusalem verwahrlost und verarmt, zeitweise nur von wenigen Tausenden bewohnt. Erst als im 19. Jahrhundert die zionistische Idee - als nationale jüdische Emanzipationsbewegung - erstarkte, siedelten sich zahlreiche Juden in Jerusalem an. Bereits 1844 war Jerusalem mehrheitlich von Juden bewohnt.

Während der dreissigjährigen britischen Mandatszeit waren es hauptsächlich Juden, welche unter einem von den Briten eingesetzten arabischen Bürgermeister die Stadt aufbauten und modernisierten.

Mit der Gründung des Staates Israel wurde Jerusalem 1948 erneut Hauptstadt eines souveränen jüdischen Staates.

Das geteilte Jerusalem (Jordanische Periode)

Unmittelbar nach der Proklamation des Staates Israel im Mai 1948 eroberte die Arabische Legion die Jerusalemer Altstadt. In der Folge wurde sie von West-Jerusalem abgeriegelt und von Jordanien annektiert. Damit war den Juden der Zugang zur heiligen Westmauer des alten Tempels (Klagemauer) und zum Ölberg abgeschnitten. Dies stand in krassem Gegensatz zum UNO-Teilungsbeschluss, welcher Jerusalem als "corpus separatum" bezeichnete, d. h. eine unabhängige Verwaltung vorsah. Mit dem der Eroberung folgenden Austausch der überlebenden Juden gegen arabische Gefangene wurden die Nachkommen einer über 3000 Jahre dauernden jüdischen Bevölkerung aus der Jerusalemer Altstadt vertrieben.

In dieser Periode wurden 62 Synagogen und Lehrhäuser zerstört resp. zu Wohnhäusern umfunktioniert. Der Grossteil der jüdischen Gräber am Ölberg wurde beschädigt und die Grabsteine für Strassen- und Häuserbau (u. a. für das arabische Hotel Intercontinental auf Mount Scopus) verwendet.

Der christlichen Bevölkerung erging es nicht viel besser, erliessen doch die jordanischen Behörden im Februar 1952 und April 1953 Gesetze, welche den Christen untersagten, wohltätige Organisationen zu betreiben und Liegenschaften zu besitzen. Zudem wurde ihnen vorgeschrieben, ihre Schulen, Institutionen und Geschäfte am Freitag zu schliessen und sonntags offen zu halten. In der Folge sank die christliche Bevölkerungszahl zwischen 1948 und 1967 von 25 000 auf 12 600.

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Jerusalem als Hauptstadt Israels

Nachdem am zweiten Tag des Sechstagekrieges die jordanischen Truppen West-Jerusalem unter Feuer genommen und die 48er Waffenstillstandslinien überschritten hatten, gelang den Israelis die Eroberung der Altstadt. Seither können Angehörige aller Glaubensgemeinschaften wieder ungehindert zu den heiligen Stätten gelangen. Am 27. Juni 1967 erliess die Knesset ein Gesetz, das jedermann den freien Zugang zu den Heiligen Stätten aller Religionen gewährleistet. Die uneingeschränkte Respektierung dieses Grundsatzes hat dem Jerusalemer Bürgermeister Teddy Kollek in der Folge den ungeteilten Respekt aller Religionsgemeinschaften der Hauptstadt verschafft.

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Die Juden und Jerusalem

Seit König David um 1000 v. Chr. Jerusalem zur Hauptstadt seines Reiches machte, ist Jerusalem religiöser und kultureller Mittelpunkt des jüdischen Volkes. Während Jahrhunderten -alt Jerusalem als Symbol der Hoffnung auf die Wiedererstehung der jüdischen Nation. Während im Talmud unzählige Male auf Jerusalem Bezug genommen wird, findet die Stadt im Koran überhaupt keine Erwähnung. Für Moslems hatte Jerusalem niemals die gleiche politische oder religiöse Bedeutung wie Mekka oder Medina. Dies zeigt sich auch darin, dass sich Moslems in Jerusalem während dem Beten gegen Mekka wenden.

Ungeachtet der im Laufe der Jahrhunderte erfolgten Eroberungen durch Byzantiner, Perser, Araber, Kreuzritter und Türken sowie der andauernden Verfolgungen hielten die Juden stets hartnäckig an ihrer Sesshaftigkeit in Jerusalem fest.

Rechtliche Aspekte zum Status Jerusalems

Abgesehen von wenigen Ausnahmen war und ist ein einheitliches Jerusalem während Jahrhunderten ein fester Bestandteil Palästinas. Alle Uno-Resolutionen, welche Israel wegen Veränderung des völkerrechtlichen Status Jerusalems verurteilen, übersehen die historische Einheit Jerusalems.

Die Eingliederung von Ost-Jerusalem in den Staat Israel ist eine Folge der Tatsache, dass der Angriff Jordaniens vom 5. Juni 1967 eine materielle Verletzung des 48er Waffenstillstandsabkommens war. Israels Reaktion muss als Wiederherstellung des früheren und einzig vertretbaren Zustandes angesehen werden.

Das wiedervereinigte Jerusalem ist die Hauptstadt des souveränen, jüdischen Staates Israel, der allen Religionen freie Ausübung ihrer Rechte gewährleistet.  

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