Das Licht der Diva

Die israelische Siegerin beim diesjährigen Grand Prix d'Eurovision de la Chanson in Birmingham spaltet die Nation. Dana International, die als Mann geboren wurde, unterzog sich vor fünf Jahren einer Geschlechtsumwandlung.   Für ultra-orthodoxe Israelis ist ein solcher Akt nicht nur pervers, sondern er kommt einer Gotteslästerung gleich.  Statt dass von Zion aus Licht zu den Völkern gebracht werde, sorge die «unmoralische Vertreterin» für Schande, quittierte ein zorniger orthodoxer Politiker den Auftritt der Israeli.

Säkulare Kreise in Israel feierten hingegen den Sieg spontan bis in die frühen Morgenstunden. Viele sahen eine nahezu symbolische Bedeutung darin, dass es ausgerechnet die umstrittene Dana International geschafft hat, die nächste Ausmarchung um den besten Schlager in die Heilige Stadt Jerusalem zu locken.

Unabhängig vom Ereignis in Birmingham hatten sich an jenem Samstag abend mehrere tausend Juden auf dem Rabin-Platz eingefunden, um gegen den zunehmenden Einfluss der Ultra-Orthodoxie zu protestieren.  Nahtlos ging die Kundgebung nach Mitternacht, als das Resultat des Schlagerfestivals bekannt wurde, in eine Triumphfeier über. Der Jubel galt nicht bloss der Diva, sondern auch der Hoffnung, dass die Säkularen im Kampf gegen das bedrohliche Diktat religiöser Fundamentalisten zumindest einen Etappensieg errungen hatten.

Pierre Heumann
(Quelle:  Weltwoche vom 14.5.98)


 

Zeichen und Wunder ? Soma Morgensterns Shoah-Roman  
«Die Blutsäule»

Dem aus Galizien gebürtigen Soma Morgenstern (1890-1976) ist das Schlimmste passiert was einem Schriftsteller widerfahren kann: Das Erlebnis des Holocaust hat ihm im wörtlichen Sinne die Sprache verschlagen. Zwar war es ihm im letzten Augenblick gelungen, von Wien aus den Weg in das amerikanische Exil zu finden, aber hier wurde er eingeholt von den schrecklichen Nachrichten aus der Alten Welt. Angesicht der systematischen Vernichtung des europäischen Judentums fühlte sich Morgenstern «verpflichtet alle ihm erreichbaren schriftlichen, mündlichen, bildlichen und filmbildlichen Zeugnisse des ungeheuersten Verbrechens der Weltgeschichte zu erforschend», wie er in seinem kurz vor dem Tode verfassten «Motivenbeiicht», den er seinem Roman «Die Blutsäule, Zeichen und Wunder am Sereth» voranstellte, schrieb.  Erst nach der Überwindung der Lähmung gelang es ihm, in den Jahren 1946 bis 1953 in diesem geplanten «Totenbuch» die niederdrückenden Erfahrungen in der sprachlichen Gestaltung geistig und seelisch zu bewältigen. Das so entstandene Buch ist 1964 erstmals in seiner deutschen Originalfassung erschienen, ohne bekannt zu werden. n legt es Ingolf Schulte im Rahmen der von ihm betreuten Werke Soma Morgenstems in Einzelbänden in einer minuziös bearbeiteten, kommentierten und mit einem Nachwort versehenen Neuedition wieder vor - zweifellos einer der eigenwilligsten und eindrucksvollsten Versuche zum Thema der Shoah.

Als Motto hat der Autor seinem Roman die Bibelstelle aus dem Exodus, 13.21, vorangestellt: «Und der Ewige zog vor ihnen her des Tages mit einer Wolkensäule, sie des Weges zu leiten, und des Nachts mit einer Feuersäule, ihnen zu leuchten, dass sie gehen mochten Tages und Nachts.» Damit stellt Morgenstern den unmittelbaren Zusammenhang zwischen der Geschichte des jüdischen Volkes - und der Eitelkeit - der Weltkriegszeit her.  Er versetzt das Geschehen «im dritten Monat des fünften Kriegsjahres» in eine «halb eingeäscherte kleine Grenzstadt an dem Flusse Sereth» seiner galizischen Heimat, der er zuvor in der Romantrilogie «Funken im Abgrund» kurz vor ihrem Untergang ein spätes Denlanal gesetzt hatte.  In einer vom Kriege schwer heimgesuchten Synagoge treffen Reste der einheimischen jüdischen Bevölkerung, erste eingedrungene sowjetische Soldaten und eine versprengte SS-Einheit aufeinander.  In beklemmend genauer Schilderung zeichnet Morgenstern die Schreckensszenen der Niedermetzelung alter Juden, jüdischer Frauen und Kinder und lässt diese plakativen Verbrechen gleichzeitig übergehen in eine Gerichtsszene, in welcher die Schuldigen zur Rechensbhaft gezogen werden. Vergegenwärtiges Geschehen und berichtete Erzählung durchdringen sich, der Text ist auf eine Reihe einzelner Personen, darunter ein "erzählender Richter" und ein «klagender Richter», verteilt denen eine symbolische Überhöhung zukommt, die gleichzeitig die Vorgänge der Zufälligkeit des Augenblicks enthebt.

Dabei bleibt Morgenstems tiefe Betroffenheit durchaus spürbar.  Er erfasst nicht allein das Ausmass des Grauens und Unrechts, sondern lässt das verständliche Rachegefühl eines Verfolgten anklängen.  Es macht die besondere Kraft dieses Romans aus, dass der Autor sich einer Sprache befleissigt, die bewusst an die alte jüdische Sprachtradition anknüpft.  In Form und Ton ftihlt sich der Leserin den Grenzbereich zwischen Realität und Legende versetzt, wird die religiöse Dimension Teil der geistigen Wirklichkeit. (Wenn Morgenstern mit den drei in die Karikatur verzerrten und dadurch blossgestellten nationalsozialistischen Führungsgestalten abzurechnen versucht, muss seine Sprachvirtuosität allerdings zu kurz greifen: der Ungeheuerlichkeit ihrer Erscheinung kommt keine Satire bei, eine Erfahrung, die schon Karl Kraus machen musste.) Der Rezensent bekennt, dass ihn, wie Gershom Scholem, die Lektüre sehr bewegt hat; aber er begreift dessen vom Herausgeber mitgeteilte analysierende Frage, «ob die Symbole der Tradition ausreichen können, um das Geschehene zu beurteilen und seine Folgen zu definieren.

Hansres Jacobi
Soma Morgenstem: Die Blutsäufe.  Zeichen und Wunder am Sereth.  Herausgegeben und n-dt einem Nachwort von Ingolf Schulte.   Dietrich-zu-Klampen-Verlag, Lüneburg 1997. 199 S., Fr. 42.50.


 

Ausdrucksintensität Pinchas Zukerman und das
English Chamber Orchestra

Routiniert und etwas müde der Beginn.   Vivaldis Violinkonzert «11 Sospetto» (RV 199) erklang fast mechanisch, gleichsam als neoklassizistisches Werk à la Strawinsky, doch schon bei Joseph Haydns C-Dur-Violinkonzert (Hob.  VIIa:1) taute Pinchas Zukerman auf.  Der Klang seiner Guarneri del Gesù begann in der Zürcher Tonhalle zu blühen, das von ihm selber geleitete English Chamber Orchestra begleitete aktiver und fand eine schöne Übereinstimmung mit dem Solisten.

Dann aber hellwach und nun gar nicht mehr routiniert Johann Sebastian Bachs Violinkonzert a-Moll: Voller Leben hielt Zukertnan den Ton seiner Violine stets in Bewegung, Ausdrucksintensität war das Ziel.  Gewiss, Artikulation und Tempowahl erinnerten an interpretatorische Ansätze, die vor dreissig, vierzig Jahren galten; das Andante wird heute oft bedeutend flüssiger gespielt.   Aber die expressive Aussage von Zukerman, die er gerade in diesem Satz erreichte, war so persönlich und direk dass man sofort gefesselt wurde und gerne als Zugabe auch das Adagio aus Bachs E-Dur-Konzert hörte.  Wie gut Zukerman sich ausserdem mit dem English Chamber Orchestra versteht, wenn er die Violine mit dem Taktstock vertauscht, zeigte Joseph Haydns Sinfonie Nr. 44 e-Moll («Trauer-Sinfonie»): schön modelliert, mit einigen dramatischen Zuspitzungen und einem feinen Gespür für Haydns eigenwillige Phantasie.

azn.
(Quelle:  NZZ vom 18.5.98)


 

Mordechai Strigler gestorben

Der jiddische Schriftsteller und Journalist Mordechai Strigler ist irn Alter von 76 Jahren in New York gestorben.  Er erlag am 10.  Mai den Gehirnverletzungen, die er sich bei einem Sturz zugezogen hatte.   Strigler, der als eins von acht Kindern eines Bauern in Zamosc in Polen geboren wurde, war schon in jungen Jahren ein berühmter Talmud Lehrer. Als radikaler Gegner der Nazis wurde er  gleich nach dem deutschen Einmarsch 1939 in verschiedene Konzentrationslager geschickt und erst 1945 aus Buchenwald befreit.

In seiner sechsbändigen Autobiographie Oisgebrente Likht (Erloschene Kerze) berichtete er über seine Erfahrungen.  Strigler galt als einer der bedeutendsten Autoren jiddischer Sprache und war viele Jahre lang Herausgeber der in New York erscheinenden Zeitung Yiddish Forward, einer der letzten.iiddischen Zeitungen. Dort veröffentlichte er unter 20 Pseudonymen Tausende von Erzählungen, Gedichten, Essays und Kommentaren.

sda.
(Quelle:  NZZ vom 13.5.98)


 

Politsplitter Nationalbank verurteilt Jacob Burckhardt

Es soll Leute geben, die bei Banknoten in erster Linie auf die aufgedruckten Zahlen achten.

Kultur beweist sicher, wer auch die abgebildete Persönlichkeit zur Kenntnis nimmt.  Und politisch bewusste Zeitgenossen haben zudem ein genaues Auge darauf, ob diese Persönlichkeit denn auch vorbildlich den hohen Werten entspreche. (Die Betroffenen selber werden natürlich nicht gefragt, ob sie zum Synonym eines Zahlungsmittels oder gar zum Werbeinstrument von Bahnen oder Banken werden wollen.)

Kaum waren die neuen, dem Kulturhistoriker Jacob Burckhardt gewidmeten Tausend-Franken-Noten im Umlauf, erhob sich Kritik -   Burckhardt (1818-97) sei ein Antidemokrat gewesen, hiess es zuerst (vgl.  NZZ vom 22. 4. 98), und nun entdeckt man gar, dass es sich um einen Antisemiten gehandelt habe.  Da lässt sich der Bundesrat gleich durch zwei seiner Mitglieder über die Angelegenheit informieren, obwohl er für die Banknotenausgabe natürlich nicht verantwortlich ist, und die Nationalbank nimmt Stellung.

Die Tatsache, schreibt sie in einem Communique, dass in Burckhardts umfangreicher Privatkorrespondenz einzelne antisemitische Aussagen vorkommen, «ist zu verurteilend, und das Noteninstitut «bedauem dass solche Passagen die Gefühle von Mitbürgerinnen und Mitbürgern verletzend».  Doch die «Thematik» des Antisemitismus bestimme das Schaffen von Burckhardt nicht, lautet der berechtigte Schluss. So hätte die finanzielle Schweiz doch eine saubere Weste?  Die Frage ist eher, ob die verurteilende Säuberung der Vergangenheit, das mechanische Anwenden der von der Gegenwart verlangten Massstäbe ein Muster an jener Bescheidenheit sei, die sich aus der Auseinandersetzung mit der Geschichte ergeben kann.

CW.
(Quelle:  NZZ vom 5.5.98)


 

Kabarett im weitesten Sinne «Sex in Jiddisch» 
Michael Wex am Spektakuli

Auf die unvoreingenommene Neugier des Publikums baut das Programm der fünften Ausgabe des Kabarettfestivals Spektakuli in Miller's Studio. Satirischesjenseits von klassischem Kabarett undpopulärer Comedy aber hat es schwer. Zum Beispiel das Golus Story Theater des Kanadiers Michael Wex. Seine jüdische Variante des amerikanischen Stand-up-Storytelling nämlich erweist sich hierzulande als eine kulturelle Gleichung mit zu vielen Unbekannten.

Ein bisschen irritieren und verunsichern lassen wir uns gern im Kabarett. Vom Redeschwall eines Matthias Beltz beispielsweise oder von den subversiv privaten Ausdünstungen eines Josef Hader oder Jörg Hube.  Sie waren die Stützpfeiler des diesjährigen Spektakuli-Programms, entsprechen am ehesten dem, was man sich ganz allgemein in deutschsprachigen Landen unter Kabarett vorstellt.  Die gemeinsame kulturelle Basis ist wichtig. Sobald der künstlerische Hintergrund erklärt, errarbeitet oder erahnt werden muss, wie etwa im Programm der Musikakrobatin Hilde Kappes, vermissen wir die Spontaneität des Zugangs, der für Pointen so wichtig ist.  Das gilt auch für den Kultautor Michael Wex, der mit seiner Erzählperformance «Sex in Jiddisch» teilweise auf ähnliches Unverständnis stösst wie der Generalsekretär des Jüdischen Weltkongresses bei seinem jüngsten Besuch in der Schweiz.  Wenn auch aus anderen Gründen.

Golus Story Theater nennt sich das Duo Michael Wex und Heiko Lehmann. In ihren gemeinsamen Projekten versuchen der kanadische Autor und der deutsche Musiker, jiddische Sprache und Elemente traditioneller jiddischer Kultur im Geiste der neunziger Jahre wiederzubeleben.  Keine «Jewish Nostalgia» sei das Ziel, sondern «Jewish Underground» - Zeitgenössisches eben.  Und so sehen sich die beiden auch in der Tradition des amerikanischen Stand-up-Storytelling. Alles klar? - «Golus» ist übrigens nicht Jiddisch, sondern Hebräisch und bedeutet Exil.  Und «Sleeping the Exile» heisst auch Michael Wex' Buch, aus welchem jene Geschichten stammen, die er auf der Büllhe vorträgt.  Wie es der Zufall so will, ist es soeben im Zürcher Verlag Ricco Bilger auf deutsch erschienen - an der Buchvernissage am Sonntag wird der Autor lesen.

Auf der Bühne spricht Wex ein von einer Reihe jiddischer Wörter durchsetztes Deutsch, vorgetragen in einem eigentümlich rhythmisierten Singsang, welcher der akustischen Verständlichkeit nicht unbedingt förderlich ist.   Begleitet wird er dabei am Kontrabass von Heiko Lehmann, der zwischendurch auch in die Erzählerrolle wechselt.  Gemeinsam peitschen sie den Abend als eine Art radikales Frontal-Storytelling. durch, ohne Rücksicht auf das Publikum, das schon nach fünf Minuten hoffnungslos überfordert. ist.  Dabei sind die Geschichten von Joinele, der wie Michael Wex als orthodoxer Judenknabe samt «Pejess» und «Jamulke» (Schläfenlocken und Scheitelkappe) mitten in der kanadischen Provinz der fünfziger Jahre aufgewachsen ist, im Grunde ganz wunderbar schräg, nutzen die Gegensätzlichkeit des American- und Jiddish-Way-of-Life um groteske Situationen zu kreieren: Für Joinele nämlich lassen sich Gläübe und Sex, Thora und Elvis Presley problemlos unter einen Hut bringen - für seine Umgebung allerdings keineswegs.

Gerda Würzenberger
(Quelle:  NZZ vom 16./17.5.98)


 

Stille Erweiterung des Breuer-Baus Richard Gluckmans Whitney-Umbau in New York 
 
 

Das Whitney Museum of American Art eines der grossen Museen in New York, versuchte über Jahrzehnte seine Raumnot zu beheben, denn für die Sammlung amerikanischer Kunst des 20..Jahrhunderts gab es bis zum April dieses Jahres keinen festen Platz.  In den achtziger Jahren war ein Erweiterungsprojekt von Michael Graves nach heftigen öffentlichen Diskussionen aufgegeben worden, da es die Erscheinung des Breuer-Baus mit seinen sich rhomboid aus der Fassade stülpenden Fenstern nicht nur konkurrenzierte, sondern geradezu ausser Gefecht setzte. Mit dem nun fertiggestellten, 30 Millionen Dollar teuren Umbauprojekt von Richard Gluckman hat aas Whitney Museum bewiesen, dass Museumserweiterungen nicht alleine eine Frage der architektonischen Lautstärke sind.   Durch den Ankauf des Nachbarhauses konnten Büros und Bibliothek aus dem oberen Teil des Museums ausgelagert werden.  Das fünfte Stockwerk, das nur so weit auf die Dachterrasse erweitert wurde, dass es von der Strasse her nicht sichtbar ist, und das Mezzan. In des vierten Stockwerks beherbergen nun eine Auswahl aus der Sammlung des Museums.

Der abtretende Museumsdirektor, David A. Moss, sprach anlässlich einer Podiumsdiskussion mit dem Architekten von der Schwierigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit der Museen zu erhalten, ohne sie zu Theme Parks verkommen zu lassen.   Die laufenden Architekturwettbewerbe, so Moss, glichen mehr und mehr «Schauprozessen, in denen die Arroganz der Architekten in die Höhe geschraubt würde».   Damit nahm er nicht nur Bezug auf das Whitney-Projekt von Michael Graves, sondern vor allem auf die laufende Diskussion um Richard Meiers Getty Center in Los Angeles und Frank Gehrys Guggenheim Museum in Bilbao. Gleichzeitig betonte Gluckman, dass das Programm eines Museums interaktive Räume erfordere.  Der Ausstellungsraum müsse vom Diktat der weissen Wände befreit werden, damit er mit der Kunst in einen Dialog treten könne.   Die Erweiterung des Whitney bot dem Architekten  Gelegenheit, für die relativ kleinen Gemälde und Zeichnungen der Sammlung angemessene und gut belichtete Räume zu schaffen.  Der Bau besticht nicht so sehr durch die spezifische Ausfilhrung - die Verbindungstreppe etwa löste der Architekt andernorts schon besser -, sondern durch die ruhigen Räume ohne unnötige Details.

Der Respekt, den Gluckman dem 1966 von Marcel Breuer errichteten Museumsbau entgegenbrachte, führte zu klar gegliederte , n und schlichten Ausstellungsräumen, die die grossen, stätzenlosen Räume der unteren Stockwerke nicht konkurrenzferen, sondern sich in schlichter Gelassenheit dem Bestehenden anfügen.  Gluckman hat sich vor allem durch den Umbau von Industriebauten in Museen und Galerien einen Namen gemacht.  Anzuführen wären das DIA Center for the Arts in New York, das Andy Warhol Museum in Pittsburgh sowie, die.  Galerien von Mary Boone und Paula Cooper in New York.  Durch die 800m2 grosse Erweiterung wurde die AussteHungsfläche des Whitney um ein Drittel erhöht und wurden gleichzeitig die technischen Installationen durch den Umbau verbessem ohne dass die skulpturale Erscheinung des Baus mit seiner abgetreppten Auskragung verändert wurde.  Die Granitplatten der Fassade wurde gereinigt und mit neuen Verankerungen versehen.  So strahlt der alte Bau nun in neuem Glanz auf die Madison Avenue.

Die in den neu geschaffenen Leonard & Evelyn Lauder Galleries präsentierte Sammlung konzentriert sich auf Werke amerikanischer Künstler von 1900 bis 1950, die den historischen Kontext zu den Wechselausstellungen zeitgenössischer Arbeiten bilden soll. Dem Werk von Eduard Hopper, von Alexander Calder und von Georgia O'Keeffe ist jeweils ein Raum zugeordnet worden.  Dazu gibt es einen Raum für Zeichnungen und Druckgraphik sowie einen für photographische Arbeiten, in dem etwa die schwarzweißen Grossstadtbilder aus New York von Robert Frank und Helen Levitt zu sehen sind.

Sabine v. Fischer
(Quelle:  NZZ vom 16./17.5.98)